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Lightning-Fackellauf zeigt drastische Liquiditätsprobleme

Lightning-Fackellauf zeigt drastische Liquiditätsprobleme
Der Lightning-Fackellauf ging mit über 200 Transaktionen durch die ganze Welt und passierte mehrere prominente Persönlichkeiten der Tech- und Kryptowelt. Was er über die Kapazität des Netzwerks aussagt, ist aber eher ernüchternd.
In den letzten Wochen ging die „LN Torch“, die Lightning-Fackel, herum. Das Spiel ist einfach: Jemand empfängt eine Lightning-Transaktion, fügt einen kleinen Betrag hinzu, und reicht sie weiter. Die Zahlungsaufforderungen dafür wurden überwiegend über Twitter ausgetauscht. Zunächst begann es mit wenigen Dollar, die im noch überschaubaren Kreis der Lightning-Community ausgetauscht wurden.
Mehr als 200 Transaktionen später ist der Betrag auf mehr als 150 Dollar gestiegen, und einige illustre Personen und Institutionen sind dem Club der Fackelträger beigetreten: Unter anderem Twitter-Chef Jack Dorsey und LinkedIn-Gründer Reid Hoffmann, aber auch Tron-Gründer Justin Sun und Binance-CEO Changpeng Zhao sowie die I nvestment-Abteilung von Fidelity und der Recherche-Arm der Krypto-Derivate-Börse BitMex. Einer der für viele bewegendsten Momente dieses Fackellaufs dürfte gewesen sein, als die Fackel vom Iran nach Israel ging.
Ich konnte die Begeisterung um ehrlich zu sein nur halbwegs nachvollziehen. Klar ist es nett, dass eine Lightning-Transaktion um die Welt geht – aber eine Transaktion in den Iran und vom Iran nach Israel ist mit Bitcoin schon seit jeher möglich. Interessant wird der Fackellauf jedoch, wenn man ihn als Test des Lightning-Netzwerks betrachtet und sich anschaut, was er darüber aussagt. Das ist das, was ein gut informierter Artikel auf Coindesk macht.
Die Torch habe, schreibt Alyssa Hertig, „ein weniger bekanntes Problem des Lightning Netzwerkes ans Tageslicht gebracht“: Das Problem, wenn Leute versuchen, die Fackel entgegenzunehmen, „aber herausfinden, dass sie es nicht können.“ Die Lightning-Fackel, zitiert die Autorin einen Tweet , sei zu einem Stresstest der Liquidität der Lightning-Channels geworden.
Der Hintergrund ist, dass man per Lightning nur so viel empfangen kann, wie man an eingehender Liquidität in einem Payment Channel hat. Ich habe darüber in meinem Zwischenfazit zu Lightning bereits im vergangenen Sommer ausführlich geschrieben und darin ein Kernproblem entdeckt. Dies ist bei kleinen Beträgen vollkommen unproblematisch, wird meinen Erfahrungen zufolge aber bereits bei 20 Euro vertrackst, und scheint bei 150 Dollar zu einem großen Problem selbst für Lightning-Fackelträger zu werden.
Hertig zitiert einen Entwickler namens Stadicus, der einen beliebten Guide für einen Lightning-Node geschrieben hat. Er nennt das Konzept „weiterhin weitgehend unbekannt“ und meint, „dass auch Leute mit ausreichend großen Channels daran gescheitert sind, die Fackel entgegenzunehmen, weil sie zu wenig eingehende Liquidität hatten.“ Je größer die Fackel wird, desto schwieriger wird es, sie herumzureichen, da nicht nur der Sender und Empfänger genügend Liquidität benötigen, sondern auch alle Knoten zwischen ihnen, die die Fackel passieren muss. Die Suche des Weges durch das Netzwerk wird daher eine immer größere Herausforderung.
Die Fackelträger sind dieser Herausforderung mit verschiedenen Tricks begegnet: Einige haben ihre Zahlungen in Teile aufgesplittet, um sie separat ans Ziel zu bringen. Andere haben sich Kapazität bei Bitrefills Thor mieten müssen, um in die Lage zu kommen, die Fackel zu empfangen. Selbst der Entwickler Stadicus musste auf Twitter herumfragen, um genügend Liquidität zu haben. Er erhielt sie, indem der Sender der Fackel mit einer onchain-Transaktion direkt einen Channel zu ihm aufmachte. Man könnte sagen, dass die Fackel in diesem Moment zu Boden gefallen ist. Schließlich geht es bei Lightning ja darum, onchain-Transaktionen zu vermeiden. Bei welchem Betrag dies geschah, steht in dem Artikel leider nicht.
Eine andere wohl häufig genutzte Lösung war es, eine treuhänderische Lightning-Wallet wie BlueWallet zu verwenden. Bei ihr hat der User keine eigenen Channels, sondern dockt an den Hub von BlueWallet an. Das ist im Kern nicht viel anders als PayPal oder eine Banküberweisung, da der User nicht der Besitzer seiner privaten Schlüssel ist. Die Lightning-Transaktion selbst dürfte dementsprechend auch lediglich ein Datenbankeintrag im System von BlueWallet sein.
Insgesamt zeitigt der Stresstest durch die Fackel eher ernüchternde Ergebnisse. Selbst für Lightning-Experten ist es schwierig, eine Zahlung mit mehr als 100 Euro zu empfangen, und die einfachste und offensichtlichste Lösung des Liquiditätsproblems ist es, einen Mittelsmann zu verwenden, anstatt die Bitcoins selbst zu verwalten. Auch dies habe ich in meinem Zwischenfazit als Folge des Problems vorausgesagt.
Man könnte versuchen, das Liquiditätsproblem in eine mathematische Formel zu pressen: Derzeit gibt es knapp 7.500 Knoten im Lightning-Netzwerk und eine Gesamt-Kapazität von 828 Bitcoin (3,2 Millionen Dollar). Die interessante Frage wäre hier wohl, wie viele Bitcoins im Lightning-Netzwerk stecken müssten, um es beispielsweise einer Million Menschen zu ermöglichen, bis zu 500 Dollar per Lightning zu empfangen. Oder – schließlich war dies ja das Ziel in der von Lightning-Labs geschilderten Lightning-Welt – eine Milliarde Menschen, die bis zu 1000 Dollar empfangen können.
Aber bis es soweit ist, darf man hoffen, dass das Problem anders entschärft wird. Die Lightning-Entwickler arbeiten nämlich bereits an Atomic Multi-Path Payments (AMP). Dies meint, dass man eine Zahlung in mehrere Teile aufsplitten und diese separat ans Ziel routen kann. Nehmen wir an, ich habe drei Channels mit je zehn Euro. Derzeit kann ich damit lediglich zehn Euro senden. Mit AMP könnte ich dagegen die drei Zehner-Channels gleichzeitig entleeren, um 30 Euro an ein Ziel zu senden. Laut Lightning-Entwickler Rusty Russel von Blockstream zeigt das Experiment mit der Fackel, dass AMP schon jetzt unbedingt benötigt wird. Im Gespräch ist AMP schon seit mehr als einem Jahr, aber ich habe keine Info gefunden, ab wann es Teil der Software sein soll.

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