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Der DeFi-Guide, Teil 2: Swap dir die Dollar

Der DeFi-Guide, Teil 2: Swap dir die Dollar
DeFi, kurz für „Decentralized Finance“, ist weiterhin ein Megatrend. In unserem DeFi-Tutorial zeigen wir, wie auch ihr mitmachen könnt. Im zweiten Teil erklären wir, wie ihr mit euren Ether an Dollar kommt.
Herzlich willkommen zum DeFi-Guide Teil 2. Wir wollen euch hier erklären, wie ihr an DeFi partizipieren könnt. Im letzten Teil habt ihr euch eine Wallet installiert – idealerweise Metamask, entweder fürs Smartphone oder Chrome – und ein wenig Ether dorthin geschickt.
In diesem Teil lernen wir, welche Möglichkeiten wir haben, nun per DeFi an Dollar zu kommen. Dazu gibt es grob zwei Optionen: Wir können sie tauschen, oder wir können uns welche leihen.
Kurz zum Hintergrund: Wenn wir von Dollar reden, meinen wir Dollar-Token auf der Ethereum-Blockchain. Das sind üblicherweise entweder die berühmt-berüchtigen Tether-Dollar (USDT), die dezentralen DAI-Dollar oder die Center-Dollar (USDC). Diese Dollar-Token haben gegenüber herkömmlichen Dollar auf dem Bankkonto den Vorteil, dass sie binnen Sekunden blockchain-übergreifend überweisbar sind, man sie in der eigenen Wallet autonom speichern und in DeFi-Smart-Contracts verwenden kann. Sie sind, kurz gesagt, Dollar 2.0, und damit ein Produkt, das wir unbedingt haben wollen.
Es gibt zwei Möglichkeiten, Dollar zu erhalten: Wir tauschen unsere ETH gegen Dollar-Token auf einer dezentralen Börse, oder wir leihen uns welche, indem wir unsere ETH als Kollateral verwenden. In diesem Tutorial schauen wir uns fünf DApps an, die dies können: Auf Uniswap und Sushiswap können wir tauschen, auf Maker (Oasis), Aave und Compound leihen.
DApp ist die Abkürzung für „Dezentrale Application“, also für eine dezentrale Anwendung. Da ihr in DeFi immer mit DApps hantiert, egal was ihr vorhat, stellen wir im ersten Schritt vor, wie ihr eine DApps bedient. Es ist ganz einfach.
Wie man eine DApp verwendet
Auf der Oberfläche sind DApps Webseiten: Ihr geht auf uniswap.org, sushi.com, aave.com, compound.finance oder oasis.app. Allerdings sind diese Webseiten nur Interfaces – Fenster zu einem Smart Contract auf der Ethereum-Blockchain. An sich könntet ihr die DApp auch ohne diese Webseiten benutzen. Dafür müsst ihr aber in der Lage sein, mit der web3-API umzugehen, Smart Contracts zu lesen und individuell anzusteuern. Und wenn ihr das könntet, würdet ihr diesen Guide nicht brauchen.
Alternativ zu den großen Webseiten der DApps kann man teilweise auch DeFi-Wallets wie Frontier oder Dashboards wie zapper.fi oder zerion.io benutzen. Diese unterstützen nicht alle, aber manche DeFi-Apps, und in der Regel kann man mit ihnen Coins tauschen, leihen, verleihen und in einen Pool geben. Aber dazu kommen wir später. Hier bleiben wir vorerst bei den Webseiten, weil diese den einfachsten und reifsten Zugang zur DApp ermöglichen.
In der Regel könnt ihr euch bei den DApps immer auf dieselbe Weise einloggen. Ihr braucht dazu keinen Account, keine E-Mail-Adresse, kein Passwort, keinen Nutzernamen — sondern einfach nur eure Wallet. In unserem Fall ist das Metamask im Browser, aber es geht auch mit Metamask auf dem Smartphone, MEW, Ledger und anderen Wallets. Gewöhnlich müsst ihr rechts oben auf einen Knopf klicken oder tippen, auf dem „Connect Wallet“ steht und dann eure Wallet auswählen. Wenn Metamask nicht zur Auswahl steht, müsst ihr „Browser-Wallet“ anwählen. Anschließend erlaubt ihr mit Metamask der DApp den Zugriff auf eure Wallet, per Klick oder Unterschrift.






Wenn eure Wallet nicht im Menü auftaucht, hilft oft „Wallet Connect“. Das ist ein Protokoll, das den Login mit verschiedenen Wallets erlaubt. In der Regel zeigt WalletConnect einen QR-Code an. Den scannt ihr, mit einer mobilen Wallet wie Metamask oder AlphaWallet, um euch einzuloggen. So müsst ihr auf dem Gerät, mit dem ihr die DApp bedient, noch nicht einmal eine Wallet installieren. Mittlerweile unterstützen ziemlich viele Wallets WalletConnect.
Login mit Wallet Connect.
Nachdem ihr euch so eingeloggt habt, seid ihr bereit, die DApp zu benutzen. Die Webseite wird es euch einfach machen, indem ihr per Knopfdruck die entsprechenden Transaktionen anfordert, um mit dem Smart Contract zu interagieren. Von den Transaktionen seht ihr nicht viel. Eure Wallet wird euch lediglich bitten, sie zu bestätigen und eventuell die richtigen Gebühren auszuwählen.
Da wir nun soweit sind, können wir loslegen: Wir wechseln unsere ETH gegen Dollar-Token.
Swaps auf dezentralen Börsen
Für den Wechsel verwenden wir eine dezentrale Börse. Es gibt davon mittlerweile relativ viele.
Um eine zu finden, können wir die Webseite defipulse.com ansteuern. Sie zeigt ein Ranking der DeFi-Smart-Contracts nach dem „Total Value Locked (TVL)“: nach den Werten in Token und Coins, die in einer Dapp deponiert sind. Deponieren bedeutet hier nicht, dass man die Token oder Coins an jemand anderes überweist, sondern dass man sie in den Smart Contract „einlockt“, damit sie dort als Liquidität für andere User zur Verfügung stehen.
Übersicht über die Top-DApps bei DefiPulse.
Irgendjemand muss ja die Dollar bereitstellen, gegen die wir unsere Ether tauschen. Da es bei einer dezentralen Börse (DEX) keine zentrale Partei gibt, macht dies eine DAO – eine „dezentrale autonome Organisation.“ Bei den DEXs sind dies in der Regel die „Liquiditätsprovider“, die Währungspaare „einlocken“, etwa ETH:USDC, und dafür einen Teil der Tauschgebühren erhalten. Dies ist eine enorm praktische Methode, um seine Coins und Token zu verzinsen. Aber darum geht es hier nicht – wir wollen erstmal Dollar bekommen.
Auf Defipulse.com schauen wir also nach den größten DEXs. Dies sind curve, Uniswap und Sushiswap. Curve erlaubt zwar auch den Wechsel von Ether, dient aber vor allem dem Tausch von Stablecoin gegen Stablecoin. Da der Smart Contract bei Curve zudem besonders kompliziert ist – was die Transaktionsgebühren besonders teuer macht – konzentrieren wir uns hier auf Uniswap und Sushiswap. Diese brillieren auch mit einem deutlich ansprechenderen Interface.
Der nerdige-Retro-Look ist Programm: Curve ist ziemlich komplex.
Unter den dezentralen Börsen ist Uniswap klar führend. Die Plattform erlaubt „swaps“, also den Punkt-zu-Punkt-Tausch der einen gegen eine andere Währung. Dabei hat sie ein enormes Angebot an Token. Denn der Smart Contract an sich ist nicht kuratiert – jeder kann Währungspaare anbieten, indem er Liquidität einlockt. Allerdings behalten sich die Macher der Webseite natürlich vor, Token nicht anzuzeigen, beispielsweise, wenn es sich um nicht-regulierte Securities (Wertpapiere, Aktien) handelt.

Das „Swappen“ geht extrem einfach: Man geht auf app.uniswap.org, verbindet die Browser-Wallet, wählt Währungspaar und Betrag aus und beginnt dann zu tauschen. Wenn man ein Asset zum ersten Mal tauscht, muss man es unter Umständen erst durch eine Transaktion freigeben.

Eine Alternative zu Uniswap ist Sushiswap . Im Prinzip funktioniert dieses Portal auf dieselbe Weise: Man geht auf die Webseite, loggt sich mit der Wallet ein, wählt ein Währungspaar aus und tauscht. Es ist wirklich extrem einfach, wenn man es einmal begriffen hat. Für den User unterscheiden sich die beiden Seiten kaum. Die SushiSwap-Transaktionen haben ein wenig günstigere Gebühren, während Uniswap mehr Liquidität vereinnahmt und je nach Währungspaar daher etwas günstigere Raten anbietet. Aber dies dürfte nur bei sehr großen Summen und / oder Nischenpaaren relevant sein.

Leihen anstatt Tauschen: Dezentrales Lending
Nun wollen wir aber unsere Ether vielleicht gar nicht abgeben. Es könnte ja sein, dass sie im Wert steigen. Die Alternative zum Tausch wäre es, sich Dollar zu leihen und dafür unsere Ether als Kollateral zu verwenden. Solche Lending-Dapps gehören zu den beliebtesten und am häufigsten verwendeten Smart Contracts. Aber wo finden wir sie?
Auf Defipulse sehen wir, dass die drei Dapps mit dem höchsten TVL alle „Lending“-Dapps sind: man kann sich dort Dollar- und andere Token leihen. Die größten Lending-Dapps sind Aave, Maker, InstaDApp und Compound. Da die InstaDApp eine Anmeldung verlangt, die zwar onchain stattfindet, aber saftige Gebühren kostet – dazu bald mehr – beschränken wir uns auf Aave, Compound und Maker.
Die Plattformen leisten auf verschiedene Art beinah dasselbe. Die Maker DAO, die man am einfachsten durch das Portal Oasis benutzt, gibt eigentlich den DAI-Stablecoin heraus, ein dezentrales Dollar-Token. Dieser Stablecoin entsteht, indem User sich Dollar leihen, die durch ein Kollateral in anderen Token hinterlegt wird. Ursprünglich war dies nur mit Ether möglich, heute geht es aber auch mit zahlreichen anderen Token, etwa WBTC, Chainlink, Yearn, Uniswap, andere Dollar-Stablecoins und viele mehr. Wer mehr über Maker und DAI erfahren will, dem sei unser Artikel über die DAO empfohlen.
Übersicht über Assets, die man bei Oasis hinterlegen kann.
Um sich DAI-Dollar zu leihen, muss man zunächst ein Asset deponieren, in unserem Fall also die Ether. Dabei werden die DAI „überkollateralisiert“: Man hinterlegt Ether in einem höheren Wert als die zu leihenden Dollar. Derzeit sind das bei Ether 145 Prozent. Um sich 1.000 Dollar zu leihen, muss man ETH im Wert von 1.450 Dollar deponieren. Eine „Stability Fee“ stellt eine Art jährlichen Zins dar, den man an die Maker-DAO abgibt. Derzeit liegt er für ETH bei 2 Prozent, im Generellen schwankt er zwischen 0 und 8, in selten Fällen auch mehr Prozent. Wenn man später die DAI-Dollar zurückbezahlt, erhält man seine Einlage wieder.
Der Vorgang des Deponierens bei Oasis.
Für den User passiert bei Aave und Compound quasi dasselbe: Man kann Coins und Token hinterlegen um überkollateralisiert andere Token zu leihen. Allerdings entstehen die Dollar-Token dort nicht, sondern werden von anderen Usern bereitgestellt. Diese anderen User verdienen an den Zinsen für das Darlehen.

Bei beiden Plattformen, vor allem Aave, ist die Auswahl an zu deponierender und zu leihender Token etwas größer als bei Maker. Die Unterschiede zwischen den beiden Plattformen sind eher klein und fein als gewaltig: So kann man sich bei Aave zwischen einem stabilen, aber hohen, und einem variablen, aber niedrigeren jährlichen Zinssatz entscheiden, während es bei Compound nur einen variablen Zinssatz gibt. Beide sind in der Regel teurer als bei Maker.
Lending-Märkte bei Compound
Unterschiede gibt es ferner in der Benutzerführung: Bei Aave muss man zunächst auf Deposit klicken, bei Compound auf das Token, um es als Pfand zu benutzen. Wie hoch das Kollateral sein muss, ergibt sich zunächst nicht, ich vermute, es liegt ähnlich hoch wie bei Maker. In beiden Fällen entscheidet eine DAO – eine dezentrale autonome Organisation, bestehend aus den Besitzern von Governance-Token – darüber, wie hoch die Sätze sind. Die Zinssätze hingegen werden algorithmisch aus Angebot und Nachfrage errechnet.

Der unbestreitbare Vorteil von Lending-Plattformen ist, dass man sich Dollar besorgen kann, ohne dafür Ether oder andere Token zu verkaufen. Man kann die Dollar nutzbringend und sinnvoll verwenden – so könnte man sie beispielsweise auf anderen Plattformen verleihen oder mit ihnen handeln – und sie dann zurückzahlen. Dann hat man keine Ether verloren, aber einige Dollar gewonnen.
Der Nachteil hingegen ist, dass man die Ether, die man als Kollateral verwendet, für nichts anderes mehr benutzen kann. Man behält zwar seine Ether, hat aber im Vergleich zu einem Swap weniger liquides Kapital zur Verfügung.
Die verfluchten Transaktionsgebühren
Zuletzt müssen wir noch auf ein unangenehmes Thema zu sprechen kommen: Die Transaktionsgebühren. Bei Ethereum hängt die Höhe der Transaktionsgebühr davon ab, wie viel Gas die Ausführung eines Smart Contracts benötigt – also wie effektiv er mit Rechenoperationen umgeht. Als User bezahlt man dafür, dass die Entwickler den Code nicht optimiert haben oder die Gebühren nicht sorgfältig genug berechnen.
Und dabei finden wir nicht unwesentliche Unterschied zwischen den hier vorgestellten DApps. Teilweise sogar gewaltige Unterschiede. Wenn man sich Dollar leiht, kostet das Deponieren des Kollaterals in diesem Augenblick bei Compound „nur“ 126 Dollar an Gebühren, bei Aave schon 250, und bei Maker gar mehr als 700. Ähnlich ist die Spanne beim Wechsel von Ether gegen USDC: SushiSwap veranschlag 270 Dollar an Transaktionsgebühren, Uniswap 570 und Curve sogar 1.250.
Ja, ihr habt richtig gelesen, und ich habe es exakt so gemeint, wie es da steht.
Die ETH-Gasstation: Schnappschuss in einem teuren Moment.
Dies sind natürlich nur Momentaufnahmen. Nur wenige Minuten später verlangte SushiSwap 130, UniSwap 220 und Compound 80 Dollar. Die Gebühren schwanken extrem, und ich bin auch nicht sicher, ob die Relationen zwischen den DApps immer dieselben bleiben. Aber die Tendenz dürfte klar sein: Curve und Maker sind teuer, SushiSwap und Compound „günstig“, wenn man dies angesichts der derzeitigen Preise noch sagen kann.
Dabei allerdings schwanken die Preise stark. Dass ein Swap auf Uniswap mehr als 200 Dollar an Gebühren verbraucht, habe ich selten erlebt; in der Regel kostet er zwischen 10 und 30, vielleicht auch mal 50, an guten Tagen weniger als 10. Wie es gerade steht, zeigt ein Blick auf ethgasstation.info . Wenn eine Standard-Transaktion wie aktuell mehr als 160 GWEI kostet, ist das SEHR teuer. Selbst 60 GWEI sind teuer, während 30-40 ein Satz ist, der zumindest bis vor kurzem noch typisch war.
Da uns die Gebühren für einen Swap bei Uniswap zu hoch sind, editieren wir sie mit Metamask.
Es lohnt sich oft, zu warten. Manchmal reicht es, eine Stunde später wieder zu kommen, manchmal einen Tag. Wer mutig ist, kann auch bei der Zeichnung der Transaktion in Metamask die Gebühr einstellen. Wenn man anstatt 160 GWEI nur 30 bezahlt, wird die Transaktion natürlich lange brauchen, bis sie bestätigt ist. Aber meiner Erfahrung nach kann man den aktuellen Preis deutlich unterbieten, sich dann schlafen legen, und wenn man aufwacht, ist die Transaktion bestätigt. Aber ausprobieren würde ich das natürlich nur mit kleinen Beträgen.
Die Gaspreise bei Ethereum sind ein riesiges Ärgernis, und sie machen DeFi für diejenigen, die mit Beträgen unter 10.000 Euro hantieren, ziemlich teuer. Bei größeren Beträgen ist das verschmerzbar, und dass DeFi auf Ethereum trotz dieser Gebühren rege benutzt wird, zeigt, dass dort mittlerweile auch sehr große Summen fließen.
Die sinnvollste Alternative für vieles wird es sein, die Ethereum-Mainchain zu meiden. Man kann dies durch verschiedene „Layer-2-Lösungen“ auf Ethereum machen. So unterstützt Uniswap etwa Optimism und Arbitrum, während SushiSwap auch mit der Polygon-Sidechain funktioniert und weitere DEXes anbietet. Alternativ kann man auch andere DeFi-fähige Blockchains ausprobieren, dies ist derzeit vor allem die Binance Smart Chain, zum Teil auch Avalanche und Solana. Polkadot ist noch in der Testphase, Cardano verspricht in den kommenden Wochen oder Monaten bereit für DeFi zu werden.
Wie man die hohen Gebühren bei Ethereum umgeht, ist ein wichtiges Thema. Aber eines, das wir nicht mehr in diesem, sondern im nächsten Teil des DeFi-Guides behandeln werden.

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