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So nah dran – und doch vorbei

In der österreichischen Tageszeitung „Die Presse“ erkennt ein Kolumnist glasklar, warum die neue Weltordnung des Geldes Bitcoin braucht. Doch leider verwechselt er danach Ignoranz mit Wissen.
Manchmal kommt es doch vor. Man schlägt eine Tageszeitung auf, blättert darin herum, und bleibt fasziniert bei einem Artikel hängen. So geschah es mir neulich, als ich die österreichische Tageszeitung „Die Presse“ aufschlug und auf den Kommentar stieß „Wenn die Welt in Blöcke zerfällt“. Online steht der Artikel hinter einer PayWall.
In ihm seziert Kolumnist Josef Urschitz die weltwirtschaftliche Lage im Jahr 2022, nach Corona, nach dem Überfall auf die Ukraine, nach den Finanzsanktionen gegen Russland. Unter anderem prognostiziert er, dass die Amerikaner Probleme bekommen werden, weil die bisherige Geldordnung mit dem Dollar im Zentrum im Zerfall begriffen sei. Damit bröckele ein Grundpfeiler der US-Wirtschaft.
„Die ganze Welt muss die globale Leitwährung Dollar kaufen,“ so der Status Quo, „um Rohstoffe, Gold, Energie etc. handeln zu können. Die ganze Welt finanziert damit das horrende amerikanische Staatsdefizit mit.“ Doch dies, erklärt Urschitz, werde sich „bald ändern, denn nach den Erfahrungen mit den Russland-Sanktionen werden sich viele Länder überlegen, ob es gescheit ist, Reserven zu halten, auf die man nicht zugreifen kann, wenn man sie braucht.“
Die Sanktionen von FED und EZB haben der Welt besser vor Augen geführt, was Fiat-Geld wirklich bedeutet, als es tausende Artikel und Bücher jemals vermöchten: Fiatgeld ist das, was man auf einem Zettel stehen hat, und das dir die emittierende Zentralbank jederzeit entziehen kann. All die Euro und Dollar, mit denen die russische Zentralbank die Rubel stützt, wurden über Nacht quasi wertlos, da sie nur im Konto der jeweiligen Zenralbank leben, und diese es den anderen jederzeit einfrieren kann.
Aber was nun? Das einzige, das den Dollar derzeit noch rettet, sei der Mangel an Alternativen,erklärt Urschitz in einem sehr bemerkenswerter Absatz:
„Gold eignet sich zur Wertaufbewahrung, aber nicht zum Handeln. Bitcoin ist vom Volumen her viel zu klein und von der Handhabung her umständlich. Und der chinesische Renminbi, der von der Wirtschaftskraft her der logische Dollar-Nachfolger wäre, spielt global noch kaum eine Rolle und wird diese auch nicht einnehmen: Wer Angst hat, dass die amerikanische Regierung seine Reserven einkassiert, wird dieses Gefühl wohl noch viel stärker bei der diktatorisch agierenden chinesischen Regierung haben.“
Bemerkenswert ist hier nicht nur, dass der Kolumnist Bitcoin überhaupt erwähnt, wenn er über die offensichtlichen Kandidaten als Nachfolger für den Dollar nachdenkt. Er erwähnt Bitcoin sogar noch vor dem Renminbi.
Bemerkenswert ist aber vor allem, dass Urschitz klar erkennt, wie eine ideale globale Reservewährung beschaffen sein müsste: Kein Fiatgeld, egal ob Dollar, Rubel oder Renminbi, da man dieses im Zweifel einkassieren kann. Ein unabhängiger Wertspeicher wie Gold wäre perfekt, da man diesen aufbewahren kann, ohne von einem Mittelsmann abhängig zu sein. Doch Gold ist zu statisch. Es wäre perfekt, wenn man es so gut überweisen könnte wie das Fiatgeld, allerdings ohne die damit einhergehenden Abhängigkeiten zu reproduzieren.
Vielleicht bräuchte man ja „ eine reine Peer-to-Peer-Version eines elektronischen Zahlungsverfahrens“ , dessen native Einheiten sich dafür eignen, Werte zu speichern, weil sie mengenmäßig beschränkt sind? Vielleicht bräuchte man einen Wertspeicher, der ohne zentrale Mittelsmänner und damit in einem Umfeld ohne Vertrauen funktioniert? Vielleicht braucht man ja Bitcoin?
Der Kolumnist erkennt irgendwie, dass Bitcoin die Lösung wäre, daher erwähnt er es auch unmittelbar nach Gold. Aber er sieht noch Hindernisse: zu geringes Volumen, zu umständliche Handhabung. Daher bleibt ihm nur die resignierende Feststellung, dass kein Nachfolger für den Dollar als globale Leitwährung in Sicht sei, weshalb es wahrscheinlich werde, dass die globale Geld- und Finanzordnung zerfällt, „dass mehrere Blöcke mit mehreren Reservewährungen entstehen. Was Handel und wirtschaftliche Kooperation zusätzlich erschwert und verteuert.“ Die Weltwirtaschaft schlittere „gerade in ein wirklich gravierendes Problem hinein“, und beängstigenderweise habe die Wirtschaftspolitik dies nicht auf dem Schirm und stolpere „konzeptlos in die wohl schwerste Wirtschaftslage nach Ende des Zweiten Weltkriegs“ hinein.
Aber was soll man machen, wenn das bisherige Gefüge der Geldordnung auseinanderbricht, und die etablierten Mittel die Risse nicht kitten können? Vielleicht sollte man in dieser Situation moderne, zeitgemäße Alternativen nicht allzu voreilig von der Hand weisen. Vielleicht sollte man Bitcoin einen zweiten oder dritten Blick schenken.
Mit einer Marktkapitalisierung von etwa 750 Milliarden Dollar kann Bitcoin sicherlich noch nicht das ultimative Rückgrat der Weltfinanzen werden. Aber es kann einen Teil der Währungsreserven von Zentralbanken stellen, und dabei dürfte sich Bitcoin auch vermutlich besser machen als Fiatgelder. Das Volumen kommt dann von alleine. Nichts spricht dagegen, es zu versuchen, und sei es nur als Ergänzung, um die auf der Hand liegenden Unlänglichkeiten der bisherigen Reserven abzufedern.
Warum Bitcoin hingegen „von der Handhabung her zu umständlich“ sein soll, erschließt sich mir nicht. Nichts auf dieser Welt – ja, NICHTS – macht es einem so einfach, Werte selbst auf eine Weise zu verwahren, dass sie sicher sind, man sie aber zugleich rasch und unkompliziert überweisbar sind. Für die Anwendung, die Urschitz sucht, gibt es nichts, da weniger umständlich ist als Bitcoin.
Der Kolumnist war auf einer richtigen Spur, und er erkannte auch, dass diese in den Bitcoin-Hasenbau führte. Doch anstatt in diesen einzusteigen, meint er, er wisse bereits alles, was im Bau haust, und wohnt daher lieber weiter in den verödenden Steppen hinter ihm. Die Welt hat noch einige Jahre Zeit, diese Art Ignoranz zu überwinden. Wenn sie es nicht schafft, könnte sie dafür einen hohen Preis bezahlen müssen.

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