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„Die Leute haben ein Recht darauf, dumm zu sein“

„Die Leute haben ein Recht darauf, dumm zu sein“
ICOs sind der neueste heiße Scheiss im Krypto-Universum. Das Initial Coin Offering (ICO) wurde zum irrsinnig effektiven Instrument der Projekt-Finanzierung für Startups. Die Crypto Financing in London war eine der ersten Konferenzen, bei der es fast ausschließlich um ICO ging. Der Berliner Autor und Unternehmer Aaron Koenig war dort und berichtet für uns darüber.
Die Crypto Financing , die am 7. Juli in London stattfand, war die erste Konferenz ihrer Art in Europa. Ähnlich wie beim Token Summit im Mai in New York ging es ausschließlich um Token Sales und Initial Coin Offerings. Etwa 300 Teilnehmer kamen dafür im Co-Working Space Level 39 in Canary Wharf zusammen. Vom 39. Stock des höchsten Hochhauses des Viertels hatte man einen großartigen Blick hinab auf die Türme der großen Banken in der Umgebung und der City of London. Und auch sonst bot die vom Blockchain-News-Herausgeber Richard Kastelein organisierte Konferenz interessante Einblicke in dieses neue Phänomen, das die Geschäftswelt viral infiziert hat.
Initial Coin Offerings sind eine interessante neue Möglichkeit, Start-Ups zu finanzieren. Man muss dafür keine Firmenanteile an Risikokapitalisten oder Business Angels abgeben. Stattdessen erhalten Investoren digitale „Tokens“, mit denen man später Dienstleistungen des Unternehmens nutzen kann. Die Tokens lassen sich schon jetzt an Crypto-Börsen wie Bittrex oder Poloniex handeln. Viele haben mit ICOs bereits beachtliche Gewinne erzielt.
Neben Einzelvorträgen und Panels gab es auf der Crypto Financing eine große Zahl von ICO Pitches, keineswegs nur aus der Crypto- und Fintechszene. Auch Start-Ups aus den Bereichen Künstliche Intelligenz, Robotik oder 3D-Druck haben den ICO schon für sich entdeckt.
Dreistellige Millionenbeträge in Minuten
Der Name Initial Coin Offering hat sich eingebürgert, weil er so schön nach Initial Public Offering klingt, also nach Börsengang. Doch bei den angebotenen Tokens handelt es sich in den allerwenigsten Fällen um echte Cryptocoins mit eigener Blockchain, so wie Bitcoin, Litecoin oder Dash. Die meisten digitalen Tokens basieren auf der Ethereum-Blockchain, andere auf dem Bitcoin-basierten Omni-Protokoll oder auf BitShares.
Die ersten „ICOs“, die damals noch nicht so hießen, waren die von Mastercoin im Juli 2013 und Safecoin im April 2014, die beide auf der Bitcoin-Blockchain basierten. Mit dem ICO von Ethereum im Juli 2014 ging es dann richtig los. Damals konnte das Team um Vitalik Buterin rund 14 Millionen US-Dollar in wenigen Wochen einsammeln. Wer zum Ausgabekurs von rund 30 Cent eingestiegen ist, kann sich über prächtige Gewinne freuen: heute steht der Ether bei über 200 Dollar!
Ethereums Smart Contracts machen es für alle leichter, selbst einen ICO durchzuführen. Mit dem ERC 20 wurde sogar ein eigener Standard für die Ausgabe von Tokens entwickelt. Im letzter Zeit jagte ein ICO-Rekord den nächsten, fast alle auf Ethereum-Basis. Einige Start-Ups nahmen innerhalb von Minuten dreistellige Millionenbeträge ein – ohne viel mehr vorweisen zu können als ein Whitepaper mit einer Idee.
Bancor: Skandalös viel Geld
Einer der erfolgreichsten ICOs des Jahres 2017 war Bancor aus Israel. Sie haben 150 Millionen US Dollar für ein „Smart Token“-Protokoll eingesammelt, mit dem man seine neuen Tokens durch etablierte Cryptocoins hinterlegen kann. Eyal Hertzog, einer der Bancor-Gründer, berichtete in London von ihrem ICO. Er wurde sehr kontrovers diskutiert, unter anderem weil Bancor während des laufenden ICOs die Regeln geändert hatte. Eyal gab einen interessanten Einblick in die Herausforderungen, mit denen man bei einem ICO konfrontiert wird.
Einerseits wollten sie jedem die Möglichkeit geben, in ihre Tokens zu investieren. Viele Tokens, die ein fixes Limit hatten, waren bereits nach kurzer Zeit ausverkauft, was bei potenziellen Käufern einiges an Frust auslöste. Profitieren konnten nur sogenannte Skalper, die große Mengen an Tokens frühzeitig kauften (z.B. in dem sie sehr hohe Transaktiongebühren zahlten), um sie dann zu überhöhten Preisen zu verkaufen.
Andererseits wirkt ein ICO ohne Obergrenze gierig. Man fragt sich, warum ein Unternehmen in der Frühphase 150 Millionen Dollar benötigt. Viele Venture Capitalisten sind der Meinung, dass zu viel Geld Start-Up-Unternehmer fett und faul macht. Daher staffeln sie ihre Investitionen, für jede Runde muss man nachweisen, bestimmte Meilensteine erfüllt zu haben.
Bancors Lösung für dieses Dilemma: sie gaben soviele Tokens heraus, wie die Leute kaufen wollten, für mehr Geld, als sie für ihr Projekt eigentlich brauchten. Doch sie definierten den Betrag, den sie tatsächlich benötigten, plus einen Puffer, um etwaige Preisstürze des Ethers auszugleichen, als „hidden cap“. Alle Beträge, die über diese geheim gehaltene Obergrenze hinausgingen, werden in einem Depot gehalten, das von Bancor Price Floor genannt wird. Sie garantieren, alle Tokens dieses Depots zum Ausgabepreis zurückzukaufen, wenn das ein Investor wünscht. Das Geld kann sonst auch für spätere Entwicklungen genutzt werden. Jetzt stellt der „Preisboden“ sicher, dass der Bancor-Token nicht unter den Ausgabepreis rutscht.
Hinter jedem erfolgreichen ICO stehen … Omas aus China!
ICOs sind ein sehr neues Phänomen, so dass vieles nach dem „Trial-and-Error“-Prinzip entwickelt wird. Feste Regeln gibt es noch keine, ICO bewegen sich in einer rechtlichen Grauzone. Wie bei vielen Konferenzen gab es auch bei der Crypto Financing ein Panel zu rechtlichen und regulatorischen Aspekten. Normalerweise sind das die Panels, die ich am langweiligsten finde. Doch diesmal war alles anders.
Während sich einige der Podiumsteilnehmer für eine enge Zusammenarbeit mit den Behörden aussprachen, hielt Jane Zhang von Skyledger aus Shanghai eine flammendes Plädoyer gegen jegliche Regulierung. Unter dem Applaus des Publikums trat sie dafür ein, dass die Menschen ihr Geld frei investieren sollen, auch in unsinnige Projekte. „Die Leute haben ein Recht darauf, dumm zu sein“ sagte Jane.
Jane Zhang. (C) Aaron Koenig.
Nach ihren kontroversen und umjubelten Statements auf dem Regulationspanel hielt sie außerdem einen Vortrag über ICOs in China, und warum sie gerade im Reich der Mitte so gut funktionieren. „Glücksspiele sind in China nun einmal sehr beliebt“, erklärte Jane. „Wenn die Leute damit Geld verdienen, prima. Und wenn sie Geld verlieren, haben sie wenigstens Spaß gehabt.“ Laut Jane Zhang sind es die „chinesischen Omas“, die hinter den erfolgreichen ICOs stehen. Sie haben viel Geld angespart und lieben es, damit zu spielen. Mit ihrer Firma hat sie sich darauf spezialisiert, ICOs auf den chinesischen Markt zu bringen.
Jane war anscheinend nicht nur für mich der Star der Konferenz. Nach ihrem Vortrag war sie von einigen Herren umringt, die sie fast um das Doppelte überragten. Auch ich habe mich großartig mit ihr unterhalten und ich denke, wir werden in der Zukunft einige spannende Projekte zusammen auf die Beine stellen.
Man war sich auf der Konferenz weitestgehend darüber einig, dass die derzeitige ICO-Blase bald platzen wird. Doch keiner weiß genau, wann. Jeder möchte seinen ICO platzieren, bevor der Boom zu Ende geht. ICO-Plattformen, -Berater und -Fachmagazine sprießen gerade wie Pilze aus dem Boden. Mal sehen, wieviele davon im nächsten Jahr noch existieren. Doch obwohl die meisten Referenten und Panelisten eine Marktkorrektur erwarten, waren sie der Meinung, dass ICOs als Mittel der Firmenfinanzierung in Zukunft immer wichtiger werden. Filed under: Deutsch

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