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Krypto-Crash: Warum stürzen die Preise für Kryptowährungen ab?

Krypto-Crash: Warum stürzen die Preise für Kryptowährungen ab?
Auch am Wochenende hat sich der Sturz der Kryptowährungen fortgesetzt. Zwar gab es heute eine kleine Korrektur nach oben, aber das bedeutet erstmal nicht viel. Wichtiger ist die Frage: Warum passiert das? Warum brechen die Kryptokurse ein?
Darüber nachzudenken, weshalb sich Preise rauf oder runter bewegen, ist meistens Spekulation. Es kann tausende von Gründen geben, weshalb ein Kurs sinkt oder steigt, und manchmal passiert es ohne äußerlichen Grund allein durch die Dynamik von Märkten. Wir versuchen dennoch, hier einige Vermutungen zu geben, weshalb die Kurse für Kryptowährungen derzeit einbrechen.
Dass dies derzeit geschieht, dürfte schwer zu bezweifeln sein. Von Freitag bis Sonntag konnte man richtiggehend zusehen, wie das Kapital aus Kryptowährungen flüchtete. Freitag Nachmittag stand Bitcoin noch bei rund 2.000 Euro, Sonntag Nachmittag sank er auf unter 1.700. Macht einen Verlust von 15 Prozent.
7-Tages-Ansicht des Bitcoin-Kurses. Hervorgehoben ist Freitag-Nachmittag, kurz vor dem Absturz. Quelle: Bitcoin.de
Nicht rosiger sah es auf den Kryptomärkten insgesamt aus. Freitag Nachmittag waren alle Kryptocoins noch mehr als 80 Milliarden Dollar wert, bis Sonntag Nachmittag war dies auf weniger als 61 Milliarden gesunken. In Prozent: Minus 24 Prozent.
7-Tages-Ansicht der gesamten Kryptokurse. Quelle: Coinmarketcap.com
Ethereum ist gar von gut 200 Dollar am Freitag Nachmittag auf ein Tief von 134 Dollar am Sonntag Nachmittag gefallen. Ergibt einen Verlust von gut 30 Prozent. Autsch.
Ethereum-Kurs. Quelle: ebenfalls Coinmarketcap.
Es ist klar, dass die Kurse am Wochenende gepurzelt sind. Es bleibt jedoch die Frage, warum?
Weil Blasen eben platzen
Finanzblasen gehören seit Jahrhunderten zum Standardrepertoire der menschlichen Geschichte. Der Ablauf ist dabei immer gleich: Es gibt ein neues Spekulationsprodukt (Tulpenzwiebeln, Aktien für den Südseehandel, für die Eisenbahn, Derivate, Bitcoins, etc.), Leute kaufen sich ein, horten, die Preise steigen, jeder will dabei sein, weil er Angst hat, etwas großes zu verpassen. Irgendwann gipfeln die Kurse, ein Angebot wird nicht mehr bedient, die Preise sinken, auf den Märkten bricht Panik aus, jeder möchte verkaufen. Die Blase platzt.
Und dieser Chart hier ist, sorry, eindeutig eine Blase:

Der Kursverlauf zeigt die Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen. Schauen wir uns das etwas genauer an, indem wir einige zufällige Zeitpunkte und Werte herauspicken und nach Art der Milchmädchen die tägliche Wertsteigerung in Prozent ausrechnen:



Datum
Wert
Anstieg in % / Tag




22. April
30 Mrd.



8. Mai
50 Mrd.
3,5%


25. Mai
88 Mrd.
4,5%


9. Juni
102 Mrd.
1,1%


14. Juni
115 Mrd.
2,5%



Das sind, wie gesagt, sehr vereinfachte Milchmädchenrechnungen. Aber sie dürften ziemlich deutlich zeigen, dass hier ein sehr extremer Kursanstieg vorliegt. Die Frage, die man sich jetzt stellen muss, ist: Gibt es fundamentale Daten, die diesen Anstieg rechtfertigen? Wenn ja, fein. Wenn nein, haben wir eine Blase, die platzen muss. Einfach nur, weil der Exzess der Märkte nicht ewig anhalten kann.
Weil ein hoher Wert von Kryptowährungen die Kosten von deren Selbsterhalt erhöht
Es ist schön, wenn ein Kryptocoin einen hohen Wert hat. Aber was die meisten Menschen nicht wissen: Mit dem Dollarkurs einer Einheit einer Kryptowährungen steigt auch der Druck auf das System insgesamt.
Damit Kryptowährungen als Transaktionsmedium funktionieren, brauchen sie Miner. Und die Miner erzeugen Tag für Tag neue Einheiten dieser Kryptowährung. Diese neue erzeugten Einheiten sind quasi die Betriebskosten einer Kryptowährung, und wenn die Märkte nicht bereit sind, sie Tag für Tag zu bezahlen, wird der Preis langfristig sinken.
Schauen wir uns mal an, welche Betriebskosten einige der beliebtesten Kryptowährungen haben. Die Daten hierfür sind größtenteils von der Webseite Bitinfocharts , alle Preise in Euro.



Coin
Blöcke / Tag
Coins / Block
Coins / Tag
Preis
Kosten / Tag
tägl. Kosten / Market-Cap
Kosten / Transaktion


BTC
144
12,5
1800
1800
3,24 Mio.
0,01%
15,8


ETH
4.500
5
22.500
150
3,38 Mio.
0,024%
13,0


LTC
634
25
15.850
36,40
576.940
0,03%
27,61


ETC
6765
5
33.829
12,80
433.014
0,036%
14,43


Dash
545
3,6
1.962
129
253.098
0,026%
48,68


XMR
749
6,96
5.213
28,52
148.675
0,035%
10,88


Doge
1.380
10.000
13.800.000
0,00123
16.974
0,01%
1,24



Wie zu sehen ist, verursachen die großen Kryptowährungen nicht unerhebliche tägliche Kosten, die im Fall von ETC, LTC  und XMR auch durchaus mehr als 0,03 Prozent des Marketcaps am Tag verursachen. Um dauerhaft ihren Wert zu erhalten, müssen Kryptowährungen eine entsprechende Nachfrage nach neuen Token erzeugen. Diese Nachfrage setzt sich immer aus Spekulation und Nutzung zusammen.
Allerdings haben nur wenige Coins eine echte Nachfragen der Token aus Gründen der “Nutgzung”: Bitcoin, als Zahlungsmittel, Ethereum als Plattform für ICOs und Smart Contracts, Ripple eventuell als Zahlungsnetzwerk von Banken, Monero und Zcash als Mittel der Geldwäsche (was hier nicht nur negativ gemeint ist, da ohne eine solche Privacy Kryptowährungen absolut transparent sind. Big Brother lässt grüßen.). Ansonsten sind die meisten der großen Kryptowährungen fast rein spekulativ: Litecoin und Dash sind eine Art Hedge gegen den Ausfall von Bitcoin, Ethereum Classic den Zusammenbruch von Ethereum.
Solange es für den Markt keinen handfesten Grund gibt, jeden Tag die Betriebskosten für eine Kryptowährung zu bezahlen, indem Menschen ihre Einheiten kaufen, wird der Preis der Währung langfristig sinken.
Hat die mögliche Fork am 1. August etwas mit dem Crash zu tun?
Seit Jahr und Tag heißt es, dass die Blocksize-Debatte den Preis drückt. Mal, weil Bitcoin daran gehindert wird, zu wachsen, mal, weil mit XT, Classic oder Unlimited eine Fork ansteht, die in einem Chain-Split enden könnte. Eine direkte Wechselwirkung mit dem Preis war allerdings niemals festzustellen.
Ist es diesmal anders? Vielleicht, weil es diesmal mit SegWit2x wirklich eine Fork geben wird? Und weil Bitcoin mit dem gigantischen Backlog Mitte Mai diesmal wirklich an die Grenzen seines Wachstums gestoßen ist? Weil es, trotz allem, noch immer keine Einigung gibt?
Vielleicht. Aber vermutlich eher nicht. Denn einerseits verspricht SegWit2x ja, den Blocksize-Streit zumindest vorübergehend beiseite zu legen. Und andererseits findet offenbar keine Flucht von Bitcoins in Altcoins mit mehr Kapazität statt, wie man es erwarten könnte, wenn dies tatsächlich der Grund wäre. Ganz im Gegenteil: Altcoins verlieren noch viel stärker an Wert, die Investoren flüchten nicht aus, sondern IN Bitcoin. Daher dürfte die mögliche Fork am 1. August wenig bis gar keinen Einfluss auf den Kurssturz haben.
Liegt es daran, dass der große Darknet-Markt Alphabay hopps ging?
Auch diese Ursache sollte man ausschließen können. Keiner der führenden Darknet-Marktplätze hatte bisher eine besonders lange Lebensdauer. Meistens endete der Spaß entweder durch eine Verhaftung oder einen Exit-Scam nach ein bis zwei Jahren. Besonders gestört hat das die Darknet-Szene offenbar nicht, da jeder dahingeschiedene Marktplatz durch einen oder zwei neue ersetzt wurde. Daher dürfte auch dieses Ereignis nur einen minimalem Einfluss auf den Preis haben. Wenn überhaupt.
Gibt es überhaupt einen konkreten Grund?
Es ist diesmal sehr schwierig, nach konkreten Gründen zu suchen. Gewöhnlich hatte man irgendetwas in der “echten Welt”, an dem man sich festhalten konnte, um das Platzen einer Blase zu erklären: China verbietet Bitcoin, die großen Börsen werden gehackt, und so weiter. Diesmal ist hier aber weitgehend Fehlanzeige. Es gab keinen bemerkenswerten Hack und auch kein Verbot. Wir stehen weitgehend mit leeren Händen da.
Wenn wir überhaupt eine konkrete Erklärung finden, dann könnte dies im ICO-Exzess liegen. Die meist als Token auf der Ethereum-Blockchain herausgegebenen ICOs wurden in den letzten Monaten zu immer irrsinnigeren Preisen und Mengen verkauft, wodurch zahlreiche Kryptowährungs-Startups eine Bewertung erfuhren, die ganz offenbar irrsinnig überhöht ist.
Allerdings gab es auch hier nicht das eine, absolute Ereignis, das die ICO-Blase zum Platzen gebracht hätte. Zwar war ein allgemeines Gefühl feststellbar, dass der Markt überhitzt ist. Aber es ist wahrscheinlicher, dass die ICO-Blase nur ein besonders exzessiver Auswuchs der allgemeinen Kryptoblase war und mit dieser zugrunde geht, als dass die ICOs den gesamten Markt der Kryptowährungen mit sich hinab reissen.
Alles in allem ist es bemerkenswert schwierig, handfeste Gründe zu finden, weshalb diese Blase platzt. Es scheint vielmehr zu passieren, weil es passieren muss. Filed under: Deutsch

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