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Monero, der bessere neue alte Bitcoin?

Monero, der bessere neue alte Bitcoin?
Einfache Alltagszahlungen sind kein Zukunftsmodell für Bitcoin, zumindest nicht, solange das Lightning-Netzwerk nicht steht. Seit dies klar ist, hat ein Wettbewerb um den vakanten Platz des Coins für alltägliche Zahlungen begonnen. Einer der spannendsten und beliebtesten Anwärter ist die Kryptowährung Monero. Wir zeigen, was für und was gegen die Währung spricht.
Man muss kein Freund von illegalem Handel sein, um die Rolle anzuerkennen, die die Silk Road und die anderen digitalen Schwarzmärkte in der Geschichte von Bitcoin gespielt haben. Sie waren eine Art Proof-of-Concept, dass die Kryptowährung als ein zensurresistentes, pseudonymes Zahlungsmittel funktioniert, und sie waren vielleicht die ersten Bereiche, in denen es eine Art von Ökosystem gab, das auf Bitcoin basierte. Es könnte nun sein, dass sich dasselbe mit Monero wiederholt.
Seit Bitcoin im November die SegWit2x-Hardfork abgelehnt hat, steht fest, dass die Eignung für kleine, alltägliche und günstige Zahlungen keine Priotität in der Entwicklung von Bitcoin hat. Lightning verspricht zwar, Zahlungen in beliebiger Menge so gut wie kostenlos und in Echtzeit zu transferieren, aber bis es soweit ist, ist das Potenzial für ein Wachstum von Bitcoin als Zahlungsmittel äußerst beschränkt. Daher versuchen sich seit November mehrere alternative Kryptowährungen als Coin für die alltäglichen Zahlungen aufzustellen. Neben Bitcoin Cash, das jüngst mit der Akzeptanz durch BitPay einen großen Sprung gemacht hat, stellen sich vor allem Litecoin und Monero auf.
Von allen drei Anwärtern ist Monero vermutlich der interessanteste. Denn während Litecoin und Bitcoin Cash mehr oder weniger Klone von Bitcoin sind, baut Monero auf einem weitgehend neuen, innovativen Design auf. Dies ist der Grund, weshalb Monero die vielleicht engagierteste Entwickler-Community hinter sich hat und seit kurzem auch im Room77, der berühmten Bitcoin-Kneipe in Berlin, als Zahlungsmittel akzeptiert wird. Dabei hilft Kasisto , ein einfach zu benutzendes Point-of-Sales-System für Monero.
Denn Monero bringt nicht nur die Tauglichkeit als Zahlungsmittel zurück – sondern macht sie auch noch um einiges besser. Aber beginnen wir am Anfang.
Die Geburt als Fork von Bytecoin
Monero ist eine Fork von Bytecoin. Dieser Coin kam irgendwann 2014 an die Öffentlichkeit, nachdem er angeblich seit 2 Jahren im Darknet benutzt worden war. Bytecoin hatte die Cryptonote-Technologie entwickelt. Diese brachte vor allem zwei Innovationen ins Spiel: Sie machte den Arbeitsbeweis von Minern extrem resistent gegen Asics, und, in weniger starkem Ausmaß, auch gegen Grafikkarten, während sie mit Ringsignaturen ein bis dahin unbekanntes Niveau an Privatsphäre gewährte. Ringsignaturen bedeutet, dass sich bei einer Signatur zwar erkennen lässt, dass sie gültig ist, da sie einer Gruppe berechtigter Zeichner angehört, aber nicht zu sagen ist, wer konkret sie gezeichnet hat. Damit brach Bytecoin auf eine kryptographisch clevere Weise die nachweisbare Verbindung zwischen Sender und Empfänger.
Allerdings war Bytecoin ziemlich von Betrug durchzogen. Die jahrelange Vorgeschichte war offenbar erfunden, 80 Prozent der Coins waren bereits an eine kleine Gruppe von Leuten verteilt, als Bytecoin überhaupt erst auf Bitcointalk bekanntgegeben wurde, und obendrein zeigte sich noch, dass die offizielle Mining-Software künstlich verlangsamt wurde. Die Community fand das Konzept spannend, lehnte aber die Verteilung der Coins ab. Also machten sie eine Fork: Monero. Diese wurde rasch zur dominanten Inkarnation des Cryptonite-Algorithmus.
Eine Community für Privacy
Hinter Monero sammelte sich rasch eine Community, die Privacy über alles stellte. So gut wie jede Entwicklung von Monero sollte der besseren Privatsphäre der Nutzer dienen. Das Ziel war und ist, eine maximal anonyme Kryptowährung zu schaffen. Und man muss sagen, dass dei Entwickler diesem Ziel schon bemerkenswerte Schritte auf diesem Weg vollbracht haben.
So wurde neben den Ring-Signaturen auch Confidential Transactions implementiert, ein Verfahren, um den versendeten Betrag zu verschleiern. Damit wurde ein möglicher Angriff auf Ring-Signaturen , der mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit in der Lage war, den Sender unter den möglichen Signaturen zu entdecken, vollständig eliminiert.

Weiter hat Monero Stealth Addresses eingerichtet, durch die der Empfänger einer Zahlung einen Code bereitstellt, mit dem der Sender eine Einmal-Adresse generieren kann. Dies hat zur Folge, dass man eine öffentliche Adresse ausstellen kann, ohne dass andere in Erfahrung bringen können, wie viele Transaktionen an diese gesendet wurden. Man könnte freilich fragen, ob dies angesichts von Ringsignaturen und Confidential Transactions überhaupt noch notwendig, oder schon ein Overkill ist.
Mit Kovri versuchen die Monero-Entwickler zudem, das I2P-Verfahren zur Verschleierung von IP-Adressen in den Knoten zu bringen, um zu verhindern, dass ein Angreifer die IP-Adressen der Netzwerkteilnehmer absaugen kann. Sollte dies gelingen, ist Monero gegenüber allem möglichen Angriffen auf die Privatsphäre der User relativ gut aufgestellt.
Neben diesen Privacy-Features wartet Monero aber noch mit weiteren attraktiven Eigenschaften auf: Etwa die flexible Anpassung der Mining-Schwierigkeit und ein abnehmender, aber niemals ganz auslaufender Block-Reward. Im Jahr 2022 werden etwa 18 Millionen Einheiten erzeugt sein, woraufhin die Belohnung auf einen fixen Betrag je Block fallen wird, der einer Inflation von weniger als einem Prozent je Jahr entspricht. Dabei aber hat der Block-Reward einen Mechanismus, um die Größe der Blocksize unter Kontrolle zu halten: Miner, die Blöcke bilden, die größer sind als der Median der letzten 100 Blöcke, werden mit einer Reduktion der Belohnung bestraft. Damit ist die Blocksize zwar flexibel und kann sich an den Bedarf anpassen, doch es gibt einen Anreiz, der verhindert, dass die Miner sie exzessiv groß machen.
Für viele, die von den Kriegen um die Hardfork bei Bitcoin erschöpft sind, dürfte es auch erfrischend sein, dass Monero etwa alle sechs Monate eine Hardfork macht, um sich vor einer Versteinerung des Protokolls zu schützen.
Der weite Weg zur Massentauglichkeit
All diese Eigenschaften machen Monero zu einem spannenden Coin, hinter dem eine Community steht, die mit Begeisterung und Geschick an einer Vision arbeitet und ihre Währung immer besser macht. Ein Wermutstropfen war lange Zeit die Usability. Diese war eher eine Nebenbaustelle und teilweise gar nicht vorhanden. Wer Monero benutzen wollte, musste sich mit dem Client und der Command-Line herumschlagen oder der Online-Wallet MyMonero vertrauen.
Da die Confidential-Transactions extrem groß sind, etwa 10 Mal so groß wie Bitcoin-Transaktionen, wuchs die Blockchain relativ schnell an, ohne eine besonders große Anzahl an Transaktionen zu fassen. Die Folge ist, dass auch bei Monero die Transaktionskosten relativ hoch sind (aber, immerhin, noch günstiger als bei Bitcoin, während man dafür überragende Diskretion bekommt).
Doch seit einiger Zeit gibt es mit Helium Hydra eine optische Wallet und mit Monerujo eine Light-Wallet für Android. Auch eine spezielle  Hardware-Wallet nur für Monero ist in Planung und Arbeit – die Entwicklung wurde von der Commuity selbst finanziert — und die französische Hardware-Wallet Ledger plant angeblich bereits, Monero zu integrieren. Die Entwicklung der Bullet Proofs schließlich verspricht, Confidential Transactions nur noch geringfügig größer als normale Transaktionen zu machen, was für Monero bedeuten kann, dass die Skalierbarkeit vorerst kein Problem sein wird. Erneut hat die Community aus eigener Tasche ein umfangreiches Audit finanziert, um so schnell wie möglich Bullet Proofs zu implementieren.
2018: Das Jahr von Monero?
Im Darknet ist Monero wohl schon einigermaßen beliebt und wird von mehr und mehr Schwarzmärkten akzeptiert. Mit der Akzeptanz im Room77 verbreitet sich Monero nun auch im legalen Handel. Geht es nach den Anhängern der Kryptowährung, ist dies erst der Anfang: Monero ist bereit dafür, der Coin zu werden, mit dem überall bezahlt wird. Dass Bitcoin diese Aufgabe nicht mehr erfüllt, und Platz für etwas anders schafft, bekommt so einen positiven Seiteneffekt: der neue alte Bitcoin , Monero, wird nicht nur eine variable Blocksize haben, sondern auch einen anderen Schwachpunkt von Bitcoin, die mangelnde Privacy, lösen.
Schöne neue Kryptowährungswelt? Oder gibt es doch einige Haken an der Sache? Ich meine, ja. Meiner Ansicht nach gibt es einige Punkte, die vermutlich verhindern werden, dass Monero der neue alte Bitcoin wird.
Es ist neu und anders . All das, was es für Bitcoin bereits gibt, kann relativ leicht auf Bitcoin Cash oder Litecoin übertragen werden, muss für Monero jedoch neu geschrieben werden. Bislang gibt es eine äußerst dünne Infrastruktur von Wallets und Libraries.
Die extreme Privacy ist Moneros größte Stärke – aber auch die größte Schwäche . Die hohe Anonymität von Monero hat unbestritten Vorteile, und man könnte sogar sagen, dass sie notwendig ist, um ein digitales Bargeld zu schaffen, das den Ansprüchen an guten Datenschutz gerecht wird. Aber es ist offensichtlich, dass es auch Nachteile gibt: Sie macht die Zusammenarbeit von Börsen und anderen Plattformen mit der Aufsicht, ohnehin kein einfaches Thema, schwieriger (1), erschwert es, Transaktionen in der Blockchain nachzuschlagen, etwa im Kundensupport (2), macht viele Arten von Audits vermutlich schwierig oder unmöglich (3) und erhöht die Komplexität der Benutzerführung, da Börsen etwa Payment-IDs brauchen, um Zahlungen zuzuodnen (4).
Darüber hinaus bin ich nicht überzeugt, ob fast absolute Anonymität etwas ist, das man bei digitalem Bargeld wirklich will. Bitcoin hat eine feine Balance zwischen Transparenz und Privatsphäre. Es ist, bei entsprechender Nutzung und guter Software, möglich, das Ideal der Cypherpunks zu verwirklichen: Privatsphäre für die Kleinen, Transparenz für die Großen. Massenüberwachung kann leicht unmöglich gemacht werden, während Observation weiter funktioniert. All jene wunderschönen Blockchain-Beobachtungen, etwa wie das FBI Bitcoins von der Silkroad beschlagnahmt und dann versteigern lässt , oder wie der Insolvenz-Verwalter von Mt. Gox Bitcoins an Börsen schickt – all dies würde mit Monero nicht gehen. Die Kleinen hätten zwar ohne Zweifel mehr Privatsphäre als mit Bitcoin, aber eben auch die Großen, und Massenüberwachung wäre unmöglich, aber eben auch die Observation von Verbrechern. Es gibt zwar eine freiwillige Transparenz, die man durch die Herausgabe von View-Keys erzeugt, aber ich bin mir nicht sicher, ob dies allzu viel ändert.
Vermutlich ist dies eine schwierige Wahl. Monero wäre wohl besser, als ein Bitcoin der Massenüberwachung. Aber es wäre nicht besser, als ein Bitcoin, der sein Potenzial an Privatsphäre für die Kleinen verwirklicht, während es die Großen zu Transparenz zwingt.

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